Kilimandscharo: Checkliste für Ausrüstung und Bekleidung
Der DAV Summit Club erstellt ja freundlicherweise eine “Checkliste für Ausrüstung und Bekleidung” für Tansania / Kilimandscharo. Meine Liste trug die Extra-Überschrift TAKIB, TANAT, TAMAC, obwohl wir eigentlich TARON (Rongai) gemacht haben.
Hier verzeichne ich die notwendigen (ohne Vermerk) und sinnvollen (gekennzeichnet mit “(s)”) Punkte aus der Checkliste.
- Trekkingtasche, 90 l. Für mich eine rote Tatonka 75 l, für Alexander eine grüne. War sehr gut. Eigens für diese Reise bei Sport-Schuster gekauft.
- Rucksack, 40 l. Für mich Deuter Act-Lite 40+10, für Alexander Halti Multisport 900 aus Finnland. Beides sehr gut. Diese haben wir selbst getragen.
- Teleskopstöcke. Ich hatte welche, und für Alexander haben wir neue von Leki gekauft. Mit Korkenhandgriff, da es in Afrika warm ist. Problemlos, sogar der Transport, obwohl die Stöcker ja spitz sind.
- Kleine Reisetasche zur Gepäckdeponie im Hotel (s). Ja, hatten wir. Eine Nokia-Werbetasche, klein aber groß genug. Auch den Laptop habe ich im Safe von Ameg Lodge gelassen.
- Schlafsack, ca. 1000 g Daune, Komfortbereich -10 Grad. Für Alexander haben wir einen mit 1000 g Daune gekauft, für mich mit 750 g. Meiner war etwas kalt, ehe ich genug Kleidung getragen hatte. Glacier 1000 bzw. Glacier 750 von Mountain Equipment aus England.
- Therm-a-rest-Matte. Hatten wir eigens gekauft, bei Sport-Schuster, zwei Stück. Waren gut und warm. Jetzt nehmen die jedoch viel Platz weg, da man sie (wie die Schlafsäcke) auf Dauer nicht zusammengerollt aufbewahren soll.
- Stabile Trekkingstiefel mit Stollenprofil und Absatz. Wir haben keine neuen Schuhe gekauft, sondern unsere “bedingt steigeisenfeste Bergschuhe” von der Mt Blanc-Reise benutzt. War auch gut so, bis auf das ich sehr spät entdeckt hatte, dass die rechte Sohle fehlte. Am letzten Tag bekam ich eine Riesenblase an der rechten Verse, die über eine Woche blieb, ehe sie platzte.
- Turnschuhe für An-/Abreise und Lageraufenthalte (s). Ja, war praktisch. Auf der Hinreise trugen wir jedoch unsere Stiefel, aus Angst dass das Gepäck nicht ankommen würde.
- Allgemeine Bekleidung für An- und Abreise. Ich hätte ruhig für die Rückreise ein zusätzliches sauberes T-Shirt haben sollen.
- Unterwäsche, davon 1 Garnitur lang, empfehlenswert Funktionswäsche. Im Verhältnis zu Mt Blanc habe ich mehr Strümpfe benutzt. Der lange Garnitur war nur am Gipfeltag vonnöten, sowie während der Zeltübernachtungen ab 3800 m.
- Trekkinghose, lang. Ich hatte eine Cabriolet-Berghose, also mit entfernbaren Beinen. Alexander trug manchmal Shorts.
- T-Shirts/Hemden. Ja, Funktionswäsche.
- Pullover/Jacke. Selten benutzt. Eine rote Mammut-Windstopperjacke.
- Anorak mit Membranenverarbeitung oder Anorak + Überanorak. Habe wasserfesten Überanorak von Mammut benutzt, genau wie am Gipfel vom Mt Blanc. Alexander hatte auch die gleiche Pullover/Anorak-Kombination wie beim Mt Blanc. Gut so.
- Überhose. Nur in der Nacht und am Gipfeltag getragen. Eine Mammut-Skihose. Für den Gipfeltag habe ich noch eine zusätzliche Überhose dabei gehabt, aber nicht getragen.
- Socken/Kniestrümpfe. Schon bei Unterwäsche kommentiert.
- Warme Mütze. Nur am Gipfeltag. Kommandohaube.
- Fäustel. Ich ja, Alexander Fingerhandschuhe.
- Überhandschuhe. Ich nicht, Alexander ja.
- Neckgator (Halstuch). Nein, weiß nicht mal was ein Neckgator ist.
- Regenschutz. Ja, von Rukka aus Finnland. Sehr praktisch und oft getragen, da es fast jeden Tag geregnet hat, und das Wetter unvorhersehbar war. Die Regenkleidung (Jacke, Hose) hat auch gegen den Wind geschützt. Die Rukka-Regenhose habe ich sogar am Gipfeltag getragen.
- Gamaschen (s). Ich ja, Alexander nein. Am Gipfeltag getragen. Meine Füße haben nie gefroren.
- Fingerhandschuhe aus Fleece mit Windstopper-Membranen (s). Fingerhandschuhe hatte ich auch, und ich hätte sie öfter tragen sollen, denn sie haben sowohl vor der Sonne als auch vor dem Wind geschützt.
- Sonnen-/Lippenschutz. Ja, Faktor 50. Am letzten Tag vergessen; Hände verbrannt.
- Sonnenhut. Ja, Cappy.
- Badezeug (s). Hatten wir. Nur ich habe jedoch bei Ameg Lodge gebadet.
- Sonnenbrille 100% UV-Schutz. Ich hatte dazu noch eine Gletscherbrille, war aber unnötig.
- Ersatzbrille/-linsen für Brillenträger (s). Naja, meine Sonnenbrille hat Stärken.
- Trinkflasche aus Alu, innen beschichtet. Ja, aber genauso oft haben wir aus den angebotenen Plastikflaschen getrunken. Habe ich beschriftet.
- Thermos-Isolier-Flasche aus Edelstahl (s), beides zusammen mindestens 2 Liter. Ja. War sehr gut am Gipfeltag, ansonsten unnötig (und wurde deshalb von den Trägern getragen). Auch beschriftet.
- Toilettenartikel. Ja, Zahnbürste und Zahncreme wurden verwendet. Feuchte Tücher nicht, denn wir hatten warmes Wasser bekommen, was viel besser war.
- 1 Handtuch. Ja, aber 1 Handtuch für 2 Männer wäre ausreichend gewesen.
- Etwas Toilettenpapier. War unnötig, denn das haben die Träger gestellt.
- Öl-Feuchttücher. Wie gesagt, unnötig.
- Stirnlampe. Ja, Petzl. Ich blau, Alexander gelb.
- Taschenmesser. Hatten wir, jedoch nie benutzt, und unpraktisch beim Fliegen (das Messer blieb beinahe in dem Tagesrucksack, der ja für die Rückreise zum Handgepäck mutierte).
- Nähzeug. Nein. Nicht dabei, nicht nötig.
- Ihren “DreckSack“. Habe ich nie bekommen.
- Ersatzbatterien (s). Nö. Hätte aber eine extra Batterie für die Videokamera haben sollen. Laden konnte ich ja nur im Ameg Lodge.
- Höhenmesser (s). Jain. Ich hatte einen Garmin Forerunner, den ich am Gipfeltag trug. War aber recht unnötig.
- Schreibzeug (s). Ja, wichtig! Habe viele Gedanken am letzten Wandertag niedereschrieben.
- Tagebuch (s). Nö, habe nur auf A4-Seiten was geschrieben.
- Bergsteigeraphoteke. Ja. Malarone teilweise gegessen. Zwei Ibuprofen-Tabletten pro Kopf.
- Elektrolytgetränke (s). Nö, weder dabei noch notwendig.
- Zusatzverpflegung (s). Dabei, aber nicht gegessen.
- Reisepass mit Visum. Ja. Das Visum bekamen wir (als finnische Staatsbürger, genauso wie deutsche) am Flughafen Arusha. Die Pässe haben wir dann zusammen mit dem Laptop im Ameg Lodge gelassen.
- Bargeld, Schecks. Bargeld ja, 300 USD und 200 EUR.
- Foto/Video (s). Ja, viel. Habe ich extra dokumentiert.
- Literatur/Karten (s). Literatur ja, aber wenig gelesen (eher miteinander diskutiert). Karten nein.
- Kreditkarten (s). Nein.
- Fernglas (s). Nein.
- Kopien der Pässe bei Verlust (s). Habe ich vergessen, glücklicherweise jedoch auch nicht gebraucht.




Mann, scheint das viel gewesen zu sein! Aber das Gewicht war nur in etwa 15 kg pro Person für die 75 l-Tasche und die Tagesrucksäcke waren auch nicht besonders schwer.
Nach 345 Bildern und leider nur etwa 20 Minuten HD-Video (verteilt auf 49 Szenen) ziehe ich Bilanz über meine fotografischen und filmischen Erfahrungen von unserer Kilimandscharobesteigung.


